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Das Bad - Königreich der Frau

Für uns Männer ist es schon immer ein Mysterium gewesen, warum Frauen im Badezimmer so lange brauchen. Wenn man sich aber mal in diesem Raum umsieht, dann sollte es einem sofort klar werden.

Gehen wir mal von einem durchschnittlichen Badezimmer von acht Quadratmeter Größe aus, mit etwa drei Quadratmeter Ablagefläche aus.

Während sich Mann für Zahnbürste, Zahnpasta, Rasierer, After Shave, Kamm und evtl. Haargel mit 30 Quadratzentimetern begnügt, quasi dem gallischen Dorf im Badezimmer, reißt sich Frau den Rest an den Nagel, so wie einst die Römer Europa.

Wenn also eine Frau das Badezimmer ansteuert um sich schick zu machen und Badezimmer und Toilette nicht getrennte Räume sind, dann sollte Mann jetzt prophylaktisch noch mal kacken gehen, denn die nächsten Stunden werden sie es nicht mehr tun können. Warum? Das werde ich nun aufzeichnen.

Der Spiegel-Schock

Das Ganze beginnt mit dem überdimensionalen Spiegel der 80 % der Wand hinterm Waschbecken ausmacht. Wenn ihr eure Freundin mal so richtig schocken wollt, tauscht diesen Spiegel gegen einen vom Jahrmarkt aus, in denen man immer so fett aussieht.

Vor dem Spiegel auf der Waschbeckenablage und auf der Fensterbank dann die ganzen Pflegeutensilien.


Beginnen wir mit den Pflegeartikeln für das Haar. Shampoo und Pflegespülung gehören schon zum guten Ton eines jeden Badezimmers. Ergänzt wird das durch die verschiedensten Haartönungen von Wella Design, angefangen vom profanen Schwarz bis hin zum Mahagoni-Rot. Unterstützung findet diese Farbpalette im Light Reflecting Conditioner für alle Haarfarben und einem speziellen Color Saver Shampoo. Wenn ihr also in rote Flecken in der Duschwanne vorfindet, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass eure Flamme gerade ihre Tage hat.

Um die Haare ihn die richtige Shape zu bringen, lagern im Badezimmer Unmengen von Haarbürsten in verschiedenen Größen und Formen. Dazu noch eine große Kiste mit Lockenwicklern und diesen komischen elastischen Stäben, aus denen wir Männer beim Kacken immer lustige Tiere formen. In der selben Kiste finden wir auch eine beachtliche Sammlung von Haargummis und Haarklammern die aussehen wie ein achtarmiger Octopuss. Abgeschlossen wird die Haarpflege mit Haarspray, Wachs oder Gel.

Rasierst du noch oder waxed du schon?

Der unterhalb des Kopfes befindlichen und in den – Gott sei dank – allermeisten Fällen unerwünschten Körperbehaarung geht es mit Kaltwachsstreifen und dem Epi-Lady an den Kragen. Jeder Mann, der in einem unbeobachteten Moment schon mal so einen Kaltwachsstreifen auf seinem Arm ausprobiert hat, weiß welche Qualen Frau dabei erleiden muss, vor allem in der Bikinizone. Abgerundet wird das alles mit der Pinzette für sachgemäße Entfernung von überflüssigen Augenbrauen. Solltet ihr euch also im Sommer damit mal ne Zecke aus der Achsel gezogen haben, bitte schön abwaschen, also die Pinzette, nicht die Zecke, denn wer weiß, welche fatalen Folgen Insektenreste so nah am Frauenhirn haben können.

Die Körperpflege fängt unter der Dusche mit speziellen Seifen und Duschgels an. Nach dem Abtrocknen steht die Frau vor der schwierigen Wahl zwischen Körperöl im Zerstäuber, von den Franzosen auch kurz als Huile Soyeuse pour le corps bezeichnet und der feuchtigkeitsspendenden!! (nach dem Abtrocknen wohlgemerkt) Body Lotion zum eincremen mit 24 h Nutri-Serum.

Natürlich ist das Ganze dermatologisch getestet, was so viel heißt wie, das arme Ferkel im Versuchslabor hat nach dem einschmieren keinen Ausschlag bekommen. Eigentlich erstaunlich, wenn man sich mal die Liste der Bestandteile durchliest, die auf der Verpackung die halbe Rückseite aufbraucht.

Bombenalarm dank Feuchtigkeitscreme

So eine Lotion beinhaltet u.a. Glycerin, Stearic Acid und mein absoluter Favorit Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde. Mal ehrlich, wenn das irgend so ein Security-Azubi an einem amerikanischen Flughafen mal durchliest, dann schlägt der sofort Bombenalarm und ihr findet euch schneller in Guantanamo wieder, als ihr Hoppsala sagen könnt. Für den längeren Aufenthalt in Kuba verwendet Frau dann Sonnencreme in verschiedenen LSF-Stufen und eine After sun-Lotion gegen das Austrocknen.

Widmen wir uns nun den Make up-Artikeln. Es beginnt mit verschiedenen Gesichtspudern, die von ebenso vielen Pinseln sorgfältig im Gesicht aufgetragen werden. Unterstützung gibt es durch Eyeshadow und Eyeliner, die aussehen wie kleine Pinsel aus dem Kunstunterricht in Klasse 5 b. Dazu kommt noch eine reichliche Auswahl an Wimperntusche und Kajalstiften und nicht zu vergessen – der Lippenstift. Ihn finden wir in siebenfacher Ausführung vor, natürlich in den verschiedensten Farbnuancen, für jeden Wochentag eine. Zwischen all den Kosmetika finden wir auch eine alte, müffelnde und verdorrte Scheibe von der letzten Gurkenmaske.

Eine Tüte voller Düfte

Perfektioniert wird das weibliche Erscheinungsbild durch die richtige Duftnote. In einer kleinen Tüte von Douglas finden wir die unterschiedlichsten Duftproben angefangen bei Chanel über Hilfiger bis hin zu Armani.

Selbstverständlich muss das Zeug auch mal wieder runter. Zu diesem Zwecke gibt es diversen Gesichtswässerchen und spezielle eye-make-up-remover-lotions, die nach Auftragung auf die neben den Spiegel hängenden Wattebäuschen ihrer Aufgabe nachgehen. Und was in stundenlanger filigraner Handarbeit liebevoll aufgetragen wurde, wird mit einem Wisch wieder entfernt. Adieu Make up , bis zum nächsten Mal.

Wenn euch also mal eine Frau bei einem Date warten lässt, weil es beim Schminken wieder länger gedauert hat, vergebt ihr, denn nun wisst ihr, welche entscheidungsreiche Tortur sie hinter sich bringen musste, um gut für euch auszusehen.

Danke fürs Reinschauen

10.12.09 19:40

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